Die Zeit­zeu­gen

 

Ferdy Küb­ler (*1919)

Hugo Koblets gros­ser Gegen­spie­ler. Welt­meis­ter und Tour-de-France-Sieger. Zusam­men mit Hugo Koblet prägt er die “K&K“-Epoche im Schwei­zer Nach­kriegs­sport. Ferdy und Hugo sind das ideale Gegen­satz­paar für Pro­jek­tio­nen – Koblet der coole Bohe­mièn, Küb­ler der boden­stän­dige Kramp­fer. Die bei­den “K“s ver­bin­det eine lebens­lange Kon­kur­renz, gleich­zei­tig aber schau­keln sie sich gegen­sei­tig zu Leis­tun­gen hoch, die alleine kaum mög­lich gewe­sen wären.

 

 

Gott­fried Wei­len­mann (*1920)

Team­kol­lege. Gott­fried “Göpf“ Wei­len­mann war jah­re­lang der wich­tigste Hel­fer und das renn­tak­ti­sche Gehirn von Hugo Koblet. Sel­ber mehr­fa­cher Schwei­zer Meis­ter und Tour-de-Suisse Sie­ger, stellt er sich selbst­los in den Dienst von Hugo Koblet, als er des­sen über­ra­gende Qua­li­tä­ten erkennt. Wei­len­mann ver­stand es wie kein ande­rer im Fah­rer­feld, das Renn­ge­sche­hen zu “lesen“ und tak­tisch dar­auf zu rea­gie­ren. Sein Spitz­name im Pelo­ton des­halb: “Der Professor“.

 

Armin von Büren (*1928)

Hugo Koblets Part­ner bei den Sechs­ta­ge­ren­nen. Mehr­fa­cher Schwei­zer Meis­ter auf der Bahn. Von Büren galt als mit allen Was­sern gewa­sche­ner “Bauch­fah­rer“, als einer, der auf der Bahn die Situa­tion sofort erfasste und instink­tiv die rich­tige Ent­schei­dung traf. Koblet und von Büren blei­ben auch nach ihrer Aktiv­zeit Freunde und Hugo ver­traut Armin als ein­zi­gem seine finan­zi­el­len Pro­bleme an.

 

 

Remo Pia­nezzi (*1927)

Team­kol­lege. Pia­nezzi ist ein typi­scher Ver­tre­ter der zahl­lo­sen Was­ser­trä­ger im Rad­renn­sport. Einer, der nie selbst in Erschei­nung tritt, son­dern seine ganze Kraft selbst­los in den Dienst sei­nes Mann­schafts­füh­rers und Kapi­täns stellt. Koblet ist für Pia­nezzi heute noch ein Idol. Pia­nezzi wurde wäh­rend sei­ner sport­li­chen Kar­riere nicht nur Tes­si­ner Meis­ter im Velo­fah­ren, son­dern auch im Fuss­ball und Boccia.

 

 

Sepp Reng­gli (*1924)

Jour­na­list und Freund von Hugo Koblet. Sepp Reng­gli ist der große, alt­ehr­wür­dige Mann des Schwei­zer Sport­jour­na­lis­mus. Begon­nen hat er seine Kar­riere als Sport­be­richt­er­stat­ter in den frü­hen 50er Jah­ren, zu Zei­ten der bei­den gros­sen “K“s. Von Haus aus ein “Küb­le­ria­ner“, wurde er von Koblet des­we­gen bei sei­ner ers­ten Tour-de-Suisse Bericht­er­stat­tung mit einem Bidon­wurf an den Kopf begrüsst. Koblet hat sich am Tag dar­auf ent­schul­digt und aus Respekt wurde im Laufe der Jahre eine Freundschaft.

 

Wal­traut Haas (*1927)

Schau­spie­le­rin, Ver­lobte Hugo Koblets. Wal­traut Haas (“Das Mari­andl“) ist eine bis heute in Öster­reich äus­serst popu­läre Film­schau­spie­le­rin (“Es liegt was in der Luft“ (1950), “Du bist die Rose vom Wör­ther­see“ (1952) u.v.m) und Sän­ge­rin. Wal­traut lernt Hugo Koblet als Ehren­dame am Grand Prix von Basel (1950) ken­nen. Wie viele andere vor und nach ihr erliegt auch sie dem Charme des Pédaleurs.